Der Bescheidwisser

Drei steile Thesen zur Philosophie des Geistes

Posted in Philosophie by bescheidwisser on 13. April 2010

Hier werfe ich drei Thesen in den Raum, die den Kern meiner Vorstellung vom menschlichen Geist ausmachen.

1. Die Seele ist unsterblich.
2. Das Rätsel des Bewusstseins ist der wissenschaftlichen Methode zugänglich.
3. Das Rätsel der Subjektivität ist wissenschaftlich nicht lösbar – nicht einmal formulierbar.

zu 1.: Das folgt aus der zentralen Methode der Philosophie, der Begriffsanalyse. Die Aussage „Die Seele ist sterblich“ enthält einen Kategorienfehler. Sterblichkeit ist keine Kategorie für die Seele. Es gibt sogar ein rein logisches Argument dafür, das modallogische Argument für den Dualismus von Saul Kripke.
zu 2.: Bewusstsein ist die Lösung, die die Natur für ein bestimmtes Problem gefunden hat, das im Lauf der Entwicklung des Menschen aufgetaucht ist: Das menschliche Gehirn ist zu kompliziert und vielstimmig, um ohne integrierende Instanz auszukommen. Die Neuroforschung ist dabei, die Rolle des Bewusstseins zu entschlüsseln.
zu 3.: Wieder Begriffsanalyse. Menschen sind Subjekte. Jeder Versuch, ihre subjektiven Erlebnisgehalte wissenschaftlich zu verobjektivieren, muss schiefgehen. Klar, wissenschaftlich gesehen gibt es keine Qualia. Sie liegen jenseits der natürlichen Grenze der wissenschaftlichen Methode. (cf. John Searle, David Chalmers).

Bald mehr dazu.

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